Historisch orientierte Kulturwissenschaften Universitaet des Saarlandes
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Hinweis: Der Diplom-Studiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" wurde zum Wintersemester 2008/09 durch den Bachelor-Studiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" abgelöst und läuft damit zum WS 2013/14 (31. März 2014) aus. Eine Neueinschreibung ist nicht mehr möglich.

Der Diplom-Studiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" (HoK) ermöglicht ein interdisziplinär ausgerichtetes Studium mit wissenschaftlichem Charakter - unter besonderer Betonung der historischen Dimension -, das in Tätigkeiten des modernen Kultur- und Medienbetriebs einführt. Vermittelt wird vor allem die Fähigkeit zu fachübergreifender Analyse und Kommunikation.

Neben der grundständigen Ausbildung in Disziplinen wie Geschichte, Geographie, Philosophie, Kunst- und Musikgeschichte, Archäologie oder Religionswissenschaft können - je nach individuellem Schwerpunkt - im so genannten Ergänzungsfach Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Wirtschaft, Recht, Medien, Psychologie oder Sprache erworben werden.

In Kursen zu Presse- und Rundfunkjournalismus, Museumspädagogik, Medienwirkungsforschung, Theaterarbeit, Exkursionsplanung, kreativem Schreiben etc. vermitteln Experten aus der praktischen Kulturarbeit unverzichtbares Hintergrundwissen und geben eine systematische Einführung in den Umgang mit verschiedenen Medien. Im Laufe des Studiums werden zudem zwei außeruniversitäre Praktika absolviert.



Inhalte und Ziele des Studiums  
Studenten

 

 

Das Konzept des 1999 an der Universität des Saarlandes eingerichteten Diplom-Studiengangs "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" lässt sich nicht von einem engen, fest umrissenen Kulturbegriff leiten. Es folgt vielmehr dem Anspruch, ein umfassendes Verständnis der in historischen Prozessen variierenden Denk- und Verhaltensweisen von Menschen und gesellschaftlichen Gruppen zu erzielen. Nicht zuletzt soll damit eine Fähigkeit zu interdisziplinärem Denken vermittelt werden, die eine Reflexion der sich schnell wandelnden und komplexen Problemstellungen unserer Gegenwart ermöglicht.

In der wissenschaftlichen Arbeit richtet sich der Blick sowohl auf die "objektiven" ökonomischen, sozialen, politischen, religiösen, kulturellen und räumlichen Strukturbedingungen der Lebenspraxis, als auch auf die subjektiven Wahrnehmungs-, Deutungs- und Handlungsmuster der Akteure, auf die ihnen zu Grunde liegenden Moral- und Wertvorstellungen sowie auf die individuell unterschiedliche, emotional gesteuerte Verarbeitung von Erfahrungen. Die Studieninhalte sind dabei sowohl periodenorientiert (von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Zeitgeschichte) als auch problemorientiert gegliedert (Wirtschafts- und Religionsgeschichte, Kulturgeographie, Lateinische Kultur, Kunst- und Musikgeschichte, Kultur- und Mediengeschichte, Philosophie).

Das "Saarbrücker Modell" unterscheidet sich von kulturwissenschaftlichen Studiengängen anderer Universitäten, die eher sprach-, theater- oder medienwissenschaftlich ausgerichtet sind, durch seine konsequente historische Orientierung. Von einem traditionellen Magisterstudium hebt sich der neue Ansatz insofern deutlich ab, als kulturwissenschaftlich interessante Phänomene durch verschiedenste disziplinäre Zugänge hindurch untersucht werden. Neben einem substanziellen Fachwissen in individuell wählbaren Bereichen vermittelt das Studium vor allem auch die Fähigkeit zu fachübergreifender Analyse und Kommunikation.

Der Studiengang HoK ist bestrebt, seinen Studierenden ein Profil zu verleihen, mit dem sie sich auf dem modernen Kultur- und Medienmarkt behaupten können. Hierfür werden Experten aus der praktischen Kulturarbeit mit in die Lehre eingebunden, die in Kursen zu Presse- und Rundfunkjournalismus, Museumspädagogik, Medienwirkungsforschung, Theaterarbeit, Exkursionsplanung, kreativem Schreiben etc. das unverzichtbare Know-how im Umgang mit verschiedenen Medien und modernen Informationstechnologien vermitteln. Sichergestellt wird die Nähe zur beruflichen Praxis außerdem durch zwei außeruniversitäre Praktika von je mindestens vier Wochen Dauer. Die universitäre Ausbildung in einem so genannten Ergänzungsfach, durch die je nach individuellem Schwerpunkt Zusatzqualifikationen in Bereichen wie Wirtschaft, Recht, Medien, Psychologie oder Sprachen erworben werden können, runden das individuelle Profil eines jeden Studierenden ab.



Studienvoraussetzungen  
Bewerbung

 

 

Für das Studium der "Historisch orientierten Kulturwissenschaften" werden ausreichende Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen - in der Regel Englisch und Französisch - gefordert. Bei der Wahl einiger Fächer müssen darüber hinaus ausreichende Kenntnisse in Latein - im Prüfungsfach Lateinische Kultur unter Umständen auch in Altgriechisch - nachgewiesen werden.

Hinweis: Der Diplom-Studiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" wird zum Wintersemester 2008/09 durch den Bachelor-Studiengang "Historisch orientierte Kulturwissenschaften" abgelöst und läuft damit aus. Eine Neueinschreibung ist nicht mehr möglich.



Mögliche Tätigkeitsfelder  
Berufspraxis
  Der Studiengang will auf eine qualifizierte Tätigkeit im Kulturbereich vorbereiten, etwa ...

  • im Kulturmanagement von Ländern und Kommunen,
  • in Öffentlichkeitsabteilungen oder im Kultursponsoring von Unternehmen,
  • in Kultur- und Wissenschaftsredaktionen von Presse, Funk und Fernsehen,
  • in der Denkmalpflege und im Kulturlandschaftsschutz,
  • im Verlags- und Museumswesen oder
  • im Kulturtourismus.
   


 
 
   
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